Das innere Gleichgewicht – Christusbewußtsein
Ich schreibe gerne über das innere Gleichgewicht und wie wichtige es doch ist, diesen Zustand zu erreichen und darin zu verkehren. Die Harmonie und den Frieden, den wir dabei erfahren ist das was Jesus in uns wecken will.
Christus ist nicht ein Name, sonderen ein Bewußtseinszustand, das Bewußtsein von bedingungsloser Liebe, Licht, Freiheit und die Verbindung damit. Das innere Gleichgewicht ist der Kern unseres Bestehens, unserer Herkunft. Es ist nicht etwas, das wir lernen müssen, es ist vielmehr etwas, an das wir uns erinnern sollen.
Wie können wir das in unserem täglichen Leben bewerkstelligen ?

Der Weg zum inneren Gleichgewicht beginnt als Erstes bei uns selbst. So wie wir wollen, daß die Welt mit uns umgeht, so müssen wir zuerst mal mit uns selbst umgehen. Die Umgebung ist lediglich ein Spiegel und ja, wir sind gigantisch groß.
Erster Schritt auf diesem Weg ist das Bewußtwerden, daß wir alle Kinder Gottes sind. Wir sind in unserer Essenz Licht und Liebe und damit ein Teil der unendlichen göttlichen Energie. Ein Teil von uns ist in ein Fahrzeug hinein geglitten (in unseren Körper), um damit und auf diesem Planeten arbeiten zu können.
Das also, was wir als ´ich´ erfahren, ist meist lediglich unser irdischer Teil von unserem gesamten Wesen. In Wahrheit sind wir viel größer und vielseitiger als es unser Kopf fassen kann. Dieses irdische Stück von uns, nennt man auch das Niedere Selbst, womit unser irdischer Name verbunden ist; in meinem Fall ist das Heidrun.
Das Niedere Selbst ist Träger unseres Höheren Selbst, unserer göttlichen Essenz, die durch uns durch arbeiten will. Wir können uns auf die Essenz abstimmen mit dem Mantram: „Ich bin Licht und Liebe“.
Entscheiden wir uns aufrichtig dafür, das Gleichgewicht in uns wieder herzustellen und richten wir unsere Aufmerksamkeit auf diesen Weg, dann werden wir sehr schnell die großen, störenden Steinbrocken entdecken. Im Allgemeinen erfahren wir uns nämlich ganz und gar nicht als Licht und Liebe.
Wir sind eher daran gewöhnt, uns zu kritiseren und runter zu machen, anstelle liebevoll mit uns umzugehen. Wir denken, daß wir durch Kritik etwas lernen können und gehen darum auch sehr hart mit uns um. Wir haben im allgemeinen keinerlei Schwierigkeiten, uns selbst zu bestrafen und fertig zu machen.
Ganz gebräuchliche Gedanken sind dann: ’selber schuld’, ‘ich darf nicht wieder so blöd sein, muß besser aufpassen’, ‘wußt ich´s doch, auf sie kann ich mich nicht verlassen’, ‘ich mache es lieber selber, dann weiß ich das es getan ist’ usw.
Im Großen und Ganzen reden wir in keinster Weise liebevoll mit uns und haben dann auch kein Verständnis oder gar tröstende Worte uns selbst gegenüber, wenn etwas daneben geht.
Jeder von uns weiß, daß wir nur das weiter geben können, was wir haben – also, wieviel Liebe haben wir, wieviel erfahren wir uns selbst gegenüber ? Und was können wir weiter geben ?
Deutliche Kennzeichen, daß wir uns nicht im Gleichgewicht befinden sind Ärger und Wut. Diese Energieformen besitzen extrem viel Kraft und auf unserem Weg zur Harmonie, müssen wir diese schon auf eine positive Art gebrauchen. Ich sage absichtlich ‘gebrauchen’, weil wir alle hervorragend trainiert sind, sie zu unterdrücken. Und das macht uns auf die Dauer krank.
Freudenvolle Euphorie und Haß sind zwei Extreme, die äußersten Punkte auf der selben Achse; wir müssen zum Mittelpunkt gelangen, uns ausbalancieren, dann erst erfahren wir wahre Liebe und göttlichen Frieden.
Ärger und Wut sind völlig natürliche Reaktionen darauf, daß wir nicht strömen und unsere Energie nicht ausbreiten dürfen.
Es ist äußerst wichtig, die Behinderung hiervon zu indentifizieren und unser eigenes Verhaltensmuster hierin zu erkennen; zu verstehen, warum uns hier ein ‘Halt’ zugerufen worden ist/wird. Es ist wichtig, zu wissen, warum etwas nicht geht oder warum jemand etwas tut, das wir als Schmerz empfinden. Nur dadurch können wir Verständis aufbringen und der starken Saugkraft von Ärger und Wut entkommen, uns davon befreien.
Ein anderes Wort hierfür ist ver-geben, das bedeutet, daß wir die Energie dem Anderen zurück geben und uns wieder in unser Gleichgewicht stellen. Vergeben ist nicht das Gutheißen von schmerzlichem Verhalten, sondern das Zurückgeben der damit verbundenen Energie. Sie ist nämlich verantwortlich dafür, daß wir nicht in unser Gleichgewicht kommen können, sie hält am Schmerz fest. Vergeben gleicht einer innerlichen Reinigung, wobei wir uns in diesem Prozeß mit unseren Tränen sauber waschen.
Das Entgegenwirken von Vergeben und Herausweinen von verstecktem Schmerz ist das verhinderen der inneren Reinigung und wirkt so, als ob wir Unkraut mit der Schere abschneiden. Wir holen uns für den Moment verstandsmäßig heraus, fallen aber beim ersten kleinen Steinchen wieder hin. Das geschieht auch, wenn wir konstant über unsere störenden Verhaltensmuster reden und sie auf diese Weise mental festhalten.
Wir kommen nicht davon los, noch hilft es uns um wieder in das Gleichgewicht zu gelangen.Wir bleiben auf der gleichen Stufe stehen und das kann ziemlich frustrierend sein. Schließlich haben wir ja schon so viel getan, aber ´mal ganz ehrlich, was haben wir wirklich getan ? Haben wir tatsächlich vergeben ?
Wollen wir ernsthaft weiter, müssen wir unsere Schmerzen und Wut durchleben und sehen, wie diese Zustande gekommen sind. Wir müssen die Situation von verschiedenen Standpunkten aus betrachen und dann den ‘Energie-trägern’ vergeben, ihnen also ihre Energie zurück geben.
Das bedeutet nicht, daß wir ihr Verhalten gutheißen, es bedeutet lediglich, daß wir die Umstände erkennen und davon Abstand nehmen. Wenn wir uns bewust werden, wie etwas zustande gekommen ist, löst die Saugkraft auf und das ist meistens ein sehr emotionelles Erlebnis. Aber erst durch die Ver-gebung kann alles wieder auf seinen ursprünglichen Platz zurück kehren. Wir müssen nicht darüber nachdenken, was wir tun müssen, um zu vergeben, die aufrechte Einstellung sorgt hierfür.
Durch Ver-gebung lösen wir störende Muster auf und können wieder weiter. Den Platz, den Ärger, Wut und Schmerzen in uns hatten, füllen wir mit Liebe und Licht (Farben). Unser Energiefeld verändert sich hierdurch und wir ziehen wieder andere Menschen an, wodurch wir uns wieder spiegeln, um weiter zu wachsen.
Ich denke nicht, daß ich noch großartig erklären muß, daß sich dieser Prozeß nicht über Nacht vollzieht, doch geht er wesentlich schneller, als wir uns das denken – wenn wir ehrlich mit uns selbst sind. Man kann diesen Prozeß mit dem Schälen einer Zwiebel vergleichen, es ist nicht die an/aus-Taste drücken. Es ist vielmehr eine Art Wellenbewegung, die immer ruhiger wird.
Das Leben bietet uns exakt die Möglichkeiten, die in dem Moment zu uns passen und die wir meistern können. Wir bekommen nichts, was wir nicht bewältigen könnten und es wird uns nichts vorenthalten, das uns wachsen läßt. Schließlich will unser Höheres Selbst durch uns hindurch arbeiten, und das ist die Liebe.

Das einzige, das von uns verlangt wird ist, daß wir TÄGLICHmeditieren, am Besten gleich morgens bevor wir den Tag beginnen, und uns so auf das innere Gleichgewicht abstimmen. Das kann man z.B. mit einer kurzen Meditation oder einem Gebet tun oder mit dem Mantram ‘Ich bin Licht und Liebe’. Und ja, es ist sicherlich möglich, daß man dafür 10 Minuten füher aufstehen muß; das würden wir für so viele Dinge tun, warum dann nicht für unsere bewußte Verbindung mit unserem göttlichen Teil ?
TÄGLICH, das ist wichtig; damit fragen wir nach unserem ‘täglichen Brot’ und das werden wir erhalten. Disziplin geht der Offenbarung von Weisheit voraus.
Anfangs ist dies alles sicherlich eine Frage des Vertrauens, aber schon nach geraumer Zeit können wir den Zusammenhang unseres morgendlichen Rituals und dem Tagesgeschehen erkennen. Dann wird das Leben erst wirklich ein großartiges Abenteuer, voll mit wunderbaren Herausforderungen.
Das TÄGLICHE Abstimmen und die Verbindung mit unserem göttlichen Teil fühlen, ist genug. Wenn wir mit unserer täglichen Arbeit angefangen haben, brauchen wir nicht die ganze Zeit kontrollieren, ob wir die Verbindung noch haben – sie ist noch anwesend, wir können darauf vertrauen.
Wenn wir uns davon entfernen, merken wir das immer ganz deutlich: wir werden gereizt, ärgern uns auffallend oder werden wütend – diese Spiegel kommen dann in unser Bewußtsein. Es sind ‘Verkehrsschilder’, die uns sagen, daß wir nicht in diesem Bereich sein sollen.
Streß und viel, viel, viel Arbeit sind auch solche Schilder, alle kommen sie aus der Angst hervor. Angst ist die Abwesenheit von Liebe und diese Beiden, Liebe und Angst können nicht gleichzeitig im selben Moment existieren. Folglich entscheiden wir uns für die Liebe und gebrauchen Angst als unsere Verkehrsschilder, die uns auf unseren Weg aufmerksam machen.
Dasjenige, das den ganzen Weg kennt, ist unser innerliches Kind. Darum ist es so wichtig, die Verbindung mit unserem innerlichen Kind wieder herzustellen, es weist uns den Weg. Man kann damit beginnen, sich ein Kinderfoto (bis ca. 7 Jahre) einzurahmen und auf den Nachttisch zu stellen, oder auf eine andere Stelle, die man täglich sieht. Es muß aber ein Foto sein, woran man eine schöne Erinnerung hat, wo man sich glücklich gefühlt hat. Und dann beginnen wir mit diesem Kind liebevoll zu kommunizieren.
Wenn wir uns für diesen Weg entscheiden, dann ist es fast schon selbstverständlich, daß wir nach Hilfe fragen, wenn wir nicht mehr weiter kommen. Wir warten nicht Tage oder gar Wochen und schleppen die großen Brocken mit uns herum; das sind bekannte Muster, die uns keinesfalls weiter helfen.
Anfangs bleiben wir vielleicht ganz kurz in unserem Gleichgewicht bevor wir herausfallen, das ist überhaupt nicht schlimm. Es kommen direkt wieder Möglichkeiten, um sich darauf ab zu stimmen. Wichtig ist nur, daß wir ruhig bleiben und liebevoll mit uns umgehen, anders können wir diese Möglichkeiten nicht erkennen. Schon nach kurzer Zeit erfahren wir die innere Harmonie immer länger, bis wir uns schließlich wieder ganz damit verbunden fühlen. Und selbst dann gibt es noch Momente, in denen wir mit einem Fuß heraus treten, das aber sofort erkennen und direkt und ohne Schwierigkeiten zurück gehen.
Das ist der Weg zum innerlichen Gleichgewicht, wobei unsere Seelen kräftiger und unser Geist stärker wird. Die Elternmuster sind hierbei die wichtigsten und größten Herausforderungen, die größten Steine auf unserem Weg und das Aufräumen davon ist essentiell !
Wir sind in Wahrheit alle Brüder und Schwestern, unter uns gibt es keine Eltern, lediglich zwei Menschen, die uns in die Inkarnationsmatrix eingeflochten haben. Und dafür sind wir ihnen dankbar ! Wenn das deine aufrechten Gedanken deinen Eltern gegenüber sind und aus deinem Herzen kommen, dann hast du deine Elternmuster soweit aufgelöst, daß sie deiner weiteren Entwicklung nicht mehr im Wege stehen, sondern dir helfen.
Alles, was uns in therapeutischer Hinsicht zur Verfügung steht, sollte uns helfen, die Liebe in uns selbst zu erkennen und die Blockaden, die uns den Weg dahin versperren, liebevoll aufzulösen. Auf diese Art können wir uns unserer wahren Herkunft immer bewußter werden und uns mit unserem inneren Gleichgewicht, mit unserem Christusbewußtsein, verbinden.
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2 Responses to “Das innere Gleichgewicht – Christusbewußtsein”
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Heidrun Astrologie
Du hast das Recht völlig glücklich zu sein. Glücklich sein mußt du dir nicht erst verdienen. Es ist der normale Zustand deines Wesens und es ist dein Geburtsrecht, genauso wie die Entscheidungsfreiheit !

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Liebe Grüsse, Heidrun
Hallo Heidrun,
möchte gern dein Bild mit der “Achse” aufgreifen.
Befindet sich unsere Aufmerksamkeit/Bewusstheit/So-sein an den Aussenpunkten (also z. B. Euphorie/Hass), entsteht ja eine Schieflage der Achse.
Je weiter man von der Mitte entfernt ist, desto schwieriger wird es, immer vom einen Endpunkt zum anderen zu hüpfen, um die Achse im Gleichgewicht zu halten.
Bewegen wir uns mit unserer Aufmerksamkeit/Bewusstheit/So-sein zum Mittelpunkt der (Gefühls- und Gedanken)-Achse, ist alles zentriert, sozusagen “in der Mitte”. Die Achse bewegt sich dann gar nicht mehr, es herrscht aber auch eine Art Stillstand. Es kann dann sehr schwierig werden, sich zu bewegen, ohne in die eine oder andere Richtung abzurutschen, und durch Ausgleichsversuche werden sich die Achsbewegungen dann nur allzu leicht “hochschaukeln”.
Wunderbar und sanft auspendeln lässt sich die Achse, wenn man mit beiden Beinen links und rechts der Mitte steht und permanent ein wenig hin und her schaukelt. So entsteht ein permanent bewegtes Gleichgewicht …
Alles Liebe
Michael