Was erschaffen wir mit unseren Händen ?
Mars und Venus sind beide Teilpersönlichkeiten von uns und repräsentieren im Leben unsere zwei Hände, mit denen wir in die Materie einwirken. Eigentlich kann man sie nicht von einander trennen, aber zum besseren Verständnis tue ich das jetzt doch kurz einmal.
Mars entspricht der rechten Körperhälfte. Mars ist der Impuls, das Männliche, das konstant in mich einströmt und unaufhaltsam weiter gehen will. Er kennt kein Stoppen und würde zerstörend wirken, wenn er keine Gegenkraft hätte.
Venus entspricht der linken Körperhälfte. Venus ist die Impulsverarbeitung, das Weibliche, die konstante Formgebung an alle Impulse die sie erhält. Sie wird destruktiv, wenn sie mit Mars nicht harmonisch zusammenarbeiten kann.
Diese zwei ‘Hände’, die wir auf der Erde zur Verfügung haben, sollen wir natürlich gebrauchen. Als kleine Kinder gehen wir damit völlig unbefangen um und werden durch die Muster unserer Eltern in die Schranken gewiesen.
In unserer Pubertät werden diese Hände mit der Geschlechtsreife völlig wach. Die Mädchen werden zu jungen Frauen und ihre empfangende Seite, das monatliche Heranwachsen einer Eizelle, reift heran. Die Jungen werden junge Männer, mit Stimmbruch und der vollständigen Saatproduktion. Das ist auf der körperlichen Ebene das Werkzeug, um zu schöpfen.
Wir schöpfen durch den sexuellen Kontakt nicht nur einen neuen Körper, sondern bringen damit alle unsere kreativen Geistkinder zum energetischen Leben !
Der erste bewußte Kontakt mit der Sexualität, ist für uns eine außerordentlich empfindliche Zeit. Alles erinnert doch sehr stark an eine Geburt, oder ?
Die Art und Weise, wie er oder sie in diese neue Phase eintritt, vollzieht sich exakt nach dem gleichen Muster, wie man 12 oder 14 Jahre zuvor auf die Welt gekommen ist. Alle ‘Geburten’ die wir hier erleben können, verweisen auf den Verlauf unserer ersten Geburt und unseres ersten Atemzuges. Dieses Geburtsmuster tritt im Rhythmus von 7 Jahren deutlicher an das Licht.
Die ersten 7 Jahre waren wir durch den etherischen Nabelstrang völlig von unserer Mutter abhängig. Die darauf folgenden 7 Jahre machten wir uns davon frei, haben zur männlichen Seite geschaut und uns mehr auf die Energie des Vaters gerichtet. Um das vierzehnte Lebensjahr wollen wir selber etwas zu Stande bringen, und die Kräfte von Mars und Venus beginnen uns klar und deutlich zu rufen.
Es spricht für sich, daß dies eine unbeschreiblich aufregende Zeit ist, die viel Nerven abverlangt von demjenigen der diese Phase durchlebt, sowie auch von seiner nächsten Umgebung, seinen Eltern. Das Schöpfungswerkzeug des jungen Menschens ist fertig und will in die Welt einwirken.
Die Art und Weise, wie das geschieht, ist ein jahrelanges Gemisch der eigenen Farben von Mars und Venus, eingebettet in denen der Eltern. Um jetzt an seine eigene Per-sönlichkeit zu kommen, muß er sich von den einst notwendigen Kopien der Elternmuster abpellen. Weil er aber noch nichts anderes gelernt hat, wird er gerade diese zuerst wiederholen.
Dies ist ein fragiler Prozeß und kann für den jungen Menschen sehr frustrierend sein, weil er während dieser Zeit oft das Gefühl hat, nicht echt weiter zu kommen. Glücklicherweise ist das Bedürfnis, um alles anders als die Eltern zu tun, in dieser Periode besonders stark, und das ist sehr hilfreich.
Es ist außerordentlich wichtig, zur eigenen Persönlichkeit zu kommen will man nicht immer wieder in die Wiederholung der auskristallisierten Muster der Eltern verfallen.

Wie gehen wir Erwachsene damit um ?
Wie oft werden wir wütend und schieben all das unbegreifliche Verhalten auf die Pubertät, womit wir ja überhaupt nichts zutun haben. Der junge Mensch verhält sich nicht so, wie es von ihm erwartet wird. Von uns kommt dann meist übermäßig viel Kritik, die ihm die Freude und den Optimismus rauben, um sich vollständig von seinem Kokon zu befreien und in die Welt der Erwachsenen einzutreten. Dabei will er nichts lieber, als endlich seine persönliche Note in der Welt klingen zu lassen.
Innerlich offen und noch sehr jung, sucht er seines Gleichen auf; in der Herde ist man gebor-gen. Und nun wartet er ungedulig auf ein Zeichen des Willkommenseins in der Welt der Erwachsenen, um sich langsam wieder vom Unterschlup der Herde zu trennen und selbstständig zu werden.
Dieser Übergang verlangt Geduld, Erklärungen und einen tieferen Blick, als alleine eine Veränderung des Hormonhaushaltes.
Was für eine Begrüßung erhalten diese junge Mitarbeiter des Planetens von uns Erwachsenen ? Diese nach Verantwortung verlangende und wichtig zu sein wollende Menschen. Wie oft lachen die Eltern diese Kinder aus oder nehmen sie überhaupt nicht ernst ?
Schon mal überlegt, welche Narben das auf der Seele hinterläßt ? Und wir wundern uns über das ‘Rumhängen von Jugendlichen, die in unseren Augen überhaupt nichts zu tun haben. Und was ist mit all den anderen, die sich in Computerspielen verkriechen ? Wohin geht die Jugend und warum kommt sie nicht zu uns ?
Was leben wir unseren Kindern vor, das sie schön finden, aufgreifen und weiterentwickelen wollen ?
Ist die Erde und unser Leben für uns selbst schön, anziehend, genußvoll ?
Welche Energieschwingung geben wir eigentlich weiter ?
Ich glaube, daß unser Bild der Pubertät ziemlich verdreht ist. Anstelle, daß wir die Jugendlichen in unserer Welt willkommen heißen und ihnen Vertrauen zusprechen, gehen wir mit unserer ganzen negativen Energie auf sie los.
Genau so hat man es mit uns getan, viel weiter ist die Gesellschaft noch nicht gekommen. Jede Generation hat sich über die Jugend ausgelassen, aber leider nie im positiven Sinne. Das müßte uns doch zu denken geben. Mit welchen Händen arbeitet ein Mensch, der deutlich fühlt daß er diese gebrauchen will, die aber von den Eltern aus Angst fest gehalten werden ?
Wie entwickelt sich dieser Mensch – selbstständig und selbstbewußt oder abhängig und ängstlich ?
In einem Teil Süditaliens war es Brauch, daß die Großeltern mit einem Jungen der ge-schlechtsreif geworden war, in den Wald zu einem jungen Baum gingen. Der Großvater splitzte den Baum der länge nach auf und die Großmutter hielt die Kleidung des Jungen fest, der jetzt nackt durch diesen Baum durchging. Danach zog er sich wieder an und der Großvater band den Baum wieder zusammen. Der Junge wurde auf diese Art in der Welt der Erwachsenen willkommen geheißen. Es ist eins von vielen Ritualen, die man für diese Phase des Lebens gebrauchte. Schade, daß wir den Bezug dazu verloren haben.
Schon allein aus energetischer Sicht gesehen, haben wir dadurch einen schönen Saustall gemacht. Die Willenskraft des jungen Menschen haben wir in eine materielle Hirarchie gedrückt. Wir suggerieren konstant, daß man erst Erwachsen ist, wenn man etwas kann, etwas gelernt hat, etwas getan hat usw.
Aber niemand von uns hat je zu diesem jungen Menschen gesagt, daß wir froh sind, daß er hier ist und daß wir unser Bestes tun werden, um ihm zur Seite zu stehen während des Lernens; daß es ein großes Geschenk für die Welt ist, daß er hier mitarbeiten will und daß wir uns freuen, daß er seine Gaben und Talente in der Welt manifestieren möchte, seiner Kreativität Ausdruck verleihen will und auf diese Art sein Licht in die Welt scheinen läßt.
Was wir energetisch anstelle dessen machen, ist, die Jugendlichen festzuhalten und sie zur Unselbstständigkeit erziehen. Wir sorgen uns viel zu viel um sie und lassen sie nicht wirklich los. Zwar sagen wir das, tun es aber nicht. Wir mischen uns konstant in ihre „Aktivitäten“ ein, projektieren all unsere Ängste auf sie, die wir im Laufe unseres Lebens gesammelt haben, und geben ihnen unseren „guten“ Rat.
Ist es nicht sinnvoller, sie zu begleiten, auf dem Weg ihrer eigenen Intuition vertrauen zu schenken ?
Zum Beispiel mit einem kleinen und einfachen Ritual, wenn sie geschlechtsreif geworden sind. Ein Art Begrüßung in der Welt der Erwachsenen, so wie wir sie bei ihrer Geburt in unserer Familie begrüßt haben.
Die Kräfte von Mars und Venus wollen durch uns arbeiten und sie tun das auch. Es liegt an uns ob das der Erde und der Menschheit zugute kommt oder nicht. Es unterliegt unserer eigenen Verantwortung, um hierin eine Balance zu finden, wollen wir aus dem inneren Gleichgewicht heraus arbeiten können.
In welchem Stadium befindet sich deine Seele ?
Wie steht es bei dir mit der Verbindung von deiner rechten und linken Körperhälfte ?
Bist du im Gleichgewicht mit deiner männlichen und weiblichen Seite ?
Wie war deine Pubertät und welches Geburtsmuster trägst du in dir ?
Suche die Verbindung zwischen dem Stück in dir, daß den ständigen Impuls bringt und sei dir dessen sicher, daß du die selbe Kraft in dir trägst, um den Impuls umzuformen.
Bring’ deine Schöpfungskraft ins Gleichgewicht und bring’ mit deiner Kreativität dein Licht in diese Welt. Dafür bist du hier und du bist von Herzen willkommen.
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Heidrun Astrologie
Du hast das Recht völlig glücklich zu sein. Glücklich sein mußt du dir nicht erst verdienen. Es ist der normale Zustand deines Wesens und es ist dein Geburtsrecht, genauso wie die Entscheidungsfreiheit !
