Was ist Sexualität?
Ich glaube, daß die meisten Menschen dabei an eine körperliche Verbindung denken, die sie erregt und in einer mehr oder weniger rhythmisch Bewegung bis zum Höhepunkt bringt. Der Nachdruck liegt hier ganz deutlich auf dem Höhepunkt, darauf ist die gesamte Aufmerksamkeit gelenkt. Jeder von uns fühlt die enorme Energie die dabei frei kommt.
In diesem Zusammenhang denke ich, daß es äußerst wichtig ist, sich darüber klar zu werden, daß dieser körperliche Aspekt immer mit den Gedanken zusammenhängt, die wir beim Sex haben.
Die sexuelle, menschliche Verbindung kann man mit einem Boot vergleichen, welches uns auf dem Wasser unserer Gefühlswelt trägt. Unsere Gedanken entsprechen hier dem Wind in den Segeln.
Es ist ein unkontrollierbares und natürliches Ereigniss, das in ziemlich kurzer Zeit einem Sturm oder Orkan ändelt, der unser Boot schnell und erbarmungslos auf den Meeresboden befördert. Wir Menschen übersetzen diesen Vorgang in unserem System als einen Höhepunkt. Selbstverständlich mit der Absicht, diesen ziemlich schnell wieder erleben zu wollen.
Wenn wir jetzt mal das Bild von diesem Vorgang mit dem Boot tiefer auf uns wirken lassen, dann muß doch in uns aufgehen, daß das nicht die Absicht von der Sexualität sein kann. Ein Boot gebraucht man doch um zu fahren, zumindest ist es dafür gemacht. Und eine logische Schlußfolgerung wäre dann, sich kundig zu machen wie man mit dem Wind umzugehen hat. Denn schließlich ist es der Wind der die Bewegung zustande bringt.
Gleich vorab gesagt: den Wind lenken zu wollen ist unmöglich. Das brauchen wir nicht einmal zu versuchen; die sexuelle Energie kann man nicht beherrschen. Das ist ungesund und völlig gegen die Natur. Die eigentliche Frage die hier aufkommen sollte, müßte mehr in die Richtung gehen, wie ich den Wind einigermaßen für die meine Zwecke gebrauchen kann.
Wenn ich mir die Sonne vorstelle, von ganz nahem, dann denke ich an extreme Wärme und extreme Explosionen. Ich sehe dann, wie die Sonne mit einer gewaltigen Kraft Energie aus-stößt und sich für diesen Prozeß hergibt. Die Sonne vergleiche ich dann mit den Menschen. Jeder Mensch ist so eine Sonne die Energie abgibt; nur mit einem wesentlichen Unterschied: unserem freien Willen.
Das heißt, daß wir selbstständig entscheiden können, wohin wir diese explosive Energie geben wollen. Das muß man sich jetzt einmal in aller Ruhe vorstellen und in sich wirken lassen, was das eigentlich bedeutet: ich habe eine genauso große Kraft in mir, wie die Sonne und ich kann darüber frei verfügen !
Stell dir einmal vor, daß an alles woran du denkst, deine Energie hin fließt und alles was du mit deinen Augen anschaust, deine Sonnenkraft und Wärme spürt. Jeder der dich liebevoll anschaut oder berührt gibt dir etwas von seiner Kraft und Wärme; und du tust das bei ihm. Wir erleben das in uns , wie einen warmer Sonnestrahl, der unser Wesen berührt. Hieraus entsteht Symphatie und alles weitere.
Unsere mentale Energie ist eine besonderes köstliches Nahrung, die wir einander durch positives und liebevolles denken zuführen können.
Es ist ein Naturgesetz, daß etwas auf die Art und Weise verläuft, so wie es angefangen hat. Das heißt das der Beginn uns Auskunft über den weiteren Verlauf gibt. Sexualität beginnt mit der Art wie wir erregt werden und anfangen uns zu lieben. Hier, am Anfang legen wir das Material zusammen, mit dem wir unser Boot bauen wollen; ebenfalls legen wir das Ziel fest. Unser Vorspiel ist damit verbunden und nimmt exakt die entsprechende Form (Fahrplan) davon an.
Dieser Prozeß läuft fast immer unbewust ab, es geht dabei leider meist nur um den Höhepunkt. Nach dem Motto: schnell und direkt zum Ziel. Man nimmt wahr, daß sich etwas gut anfühlt und darin läßt man sich fallen und hat auch ziemlich schnell seinen Höhepunkt. Beim Mann geht dies wesentlich schneller als bei der Frau, weil sein sexueller Energiestrom bei weitem mehr vom Körper stimmuliert wird, als bei der Frau.
Dieser höhepunktgerichtete Sex vergleiche ich gerne mit dem Einstellen eines Radiosenders. Wir spielen an den Knöpfen und sobald wir etwas hören, drehen wir voll auf, bis es die Sicherung heraus schlägt. Alle Lebensenergie ist bei dieser Art von Sex genau so schnell wieder weg, wie sie kam. Das Boot ist im handumdrehen durch den starken Sturm zum Meeresboden gesunken.
Aber irgendwo in uns, irgendwo tief in uns wissen wir oder haben wir wahrgenommen, daß da eine Art Küste war. Und daß wir bei einem Höhepunkt nicht nur alleine Energie abgeben, sondern auch welche erhalten können. Aber der Löffel vom Himmel ist gerade an unserem geschlossenen Mund vorbei gegangen. Und wir haben bei weitem nicht einmal einen genauen Blick auf eine Küste werfen können.
Die kosmische Nahrung, die fehlt uns jetzt natürlich. Wir haben uns einfach nicht darauf abgestimmt. Selbstverständlich hat man ziemlich schnell wieder Appetit … man hat ja eigentlich nichts bekommen, ein Nachtisch sättigt einen nicht. Mit der Zeit ist er nicht einmal mehr lecker und was wir auch tun, es bleibt lediglich bei einem Nachtisch.
Bei unserem Höhepunkt, unserer innerlichen Explosion haben wir Energie auf die Reise geschickt und die kommt genau da heraus, da wo wir uns jetzt befinden, auf dem Meeresboden. Wir haben nichts mehr davon, nur noch die dunkelen Wesen, die hier leben. Die freuen sich jetzt natürlich über ihr „Essen“, das wir eins, zwei, drei für sie fertig gemacht haben. Sie feiern und wir schlafen völlig erschöpft ein.
Ich bin absolut davon überzeugt, daß die meisten Menschen auf diese simpele Art ihre Sexualität ausüben. Das hauptsächlich weil sie glauben, daß es eben nur so geht.
Unsere Gedankenkraft, erinnerst du dich noch ? Das ist der Wind, der in die Segel geblasen wird. Dies ist unser Ausweg aus dieser mehr destruktiven Sexualität. Wir wollen doch ein schönes, großes Boot, um auf dem Wasser fahren zu können. Und um den Wind zu gebrauchen, müssen wir mit den Segeln umgehen können.
Wollen wir dieses Boot, dann müssen wir einander liebevoll Energie geben. Diesen Prozeß verstärken wir gigantisch indem wir auch liebevoll aneinander denken. Das Segel, das ist die Zeit. Wenn wir gute, große Segel haben wollen, dann müssen wir uns viel Zeit nehmen. Nur so können wir völlig entspannen.
Entspannung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um unsere Sexualität zu erhöhen.

Wie war das nochmal mit dem Naturgesetz: alles verläuft auf die Art und Weise, so wie es angefangen hat. Das heißt das der Beginn uns Auskunft über den weiteren Verlauf gibt.
Es geht in erster Linie darum, was wir am Anfang von unserem „liebe machen“ denken, noch besser gesagt, die Motivation die wir haben um überhaupt anzufangen. Bin ich lediglich auf das schnelle Erleben eines Höhepunktes aus, dann bin ich wie ein Betrunkener, der in einem kleinen Boot aufs Meer hinaus fährt … plumps … und da gehe ich schon wieder unter, weg Energie.
Wenn aber meine Motivation das zusammen sein wollen ist, in der wir uns Zeit lassen, be-deutet das Genuß mit allen Sinnen. Küssen, streicheln, die Haut meines Partners fühlen, seine verschiedenen Körperteile erkunden, seinen wahren Geruch wahrnehmen, hören, wie er meinen Namen sagt und sich der gegenseitigen Aufmerksamkeit bewust werden.
Bewust wahrnehmen, wie seine Wärme sich mit der meinen findet, wie seine Kraft und die meine in einander fließen. Dies ist eine ganz andere Art von Sexualität und ich finde, daß dieses Wort eigentlich nicht den wahren Kern davon wieder gibt.
Wir sind hier bewußt mit unserer Sonnenenergie verbunden, der Lebenskraft und unserem Körper. Gespeist durch unsere liebevollen, positiven Gedanken für einander und dem Genuß, den wir in diesem Moment erleben.
Und ja, es ist wahr, daß ist heiß, da strömt viel Energie durch uns hindurch; damit bauen wir ein schönes, großes Boot. Und so können wir es auch nicht mehr verfehlen, die himmlische Energie aufzufangen. Der Löffel geht nicht mehr an unserem Munde vorbei.
Dieser ist jetzt voll offen und trinkt alles was in dem Atem in uns kommen will: Die Sonnennahrung von Gott, den Heiligen Geist !
Sexualität ist in unserem Körper so angelegt, daß wir damit bauen können, immer etwas schöpfen können und das sollen wir auch. Mit der sexuellen Energie sind wir Baumeister der Form. Die Füllung dafür kommt von der anderen Seite, das können wir nicht und ist auch nicht unsere Aufgabe.
Wir haben den freien Willen und können uns immer entscheiden, ob wir lediglich ein paar Töne im Radio hören wollen oder ein Lied und noch mehr. Aber dafür müssen wir schon etwas tun, schließlich geht es hier um himmlische Nahrung. Und dementsprechend sollen wir uns auch verhalten; da ist kein Platz für Streß.
„Schmeiß nicht Perlen vor die Säue“ und steig in das kleine, wankelnde Boot, sondern gebrauche deine Kraft.
Versuch es doch mal, was hast du zu verlieren ?  Das Leben ist Genuß !
Sei dir darüber bewußt: Austausch von Lebensenergie auf dem sexuellen Niveau bedeutet ein aktives teilnehmen am göttlichen Schöpfungsakt. Stimm dich auf diese Frequenz ab, es ist der Brunnen unserer Herkuft.
Nimm dir alle Zeit der Welt und genieße mit vollen Zügen während du an dem heiligen Lichttanz in der Sexualität teilnimmst. So baust du am Licht mit, indem du dein eigenes in dir vergrößerst.
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Heidrun Astrologie
Du hast das Recht völlig glücklich zu sein. Glücklich sein mußt du dir nicht erst verdienen. Es ist der normale Zustand deines Wesens und es ist dein Geburtsrecht, genauso wie die Entscheidungsfreiheit !

Liebe Heidrun,
danke für diesen schönen Artikel – im Endergebnis sehe ich das auch so, wie du es hier geschrieben hast.
Meiner Meinung nach manifestiert sich in unserer menschlichen Sexualität das gesamte vorhandene Schöpfungsspektrum – also sämtliche energetischen Schwingungsfrequenzen, vom Licht “göttlicher” Liebe bis zur Finsternis “satanischer” Zerstörung.
Unsere individuell praktizierte Sexualität ist Ausduck unserer individuellen, aktuell vorherrschenden energetischen Schwingungsfrequenz. In unserer Sexualität zeigt sich unser “So-sein”.
Eine “Höherstimmung” unserer Sexualität bewirkt eine “Höherstimmung” unseres inneren Gesamtzustandes, ebenso bewirkt eine “Höherstimmung” unseres “So-seins” eine “Höherstimmung” unserer Sexualität.
Alles Liebe
Michael