Vertikale Sprachen
Kommunikation ist Austausch. Austauch ist Bewegung, gleich einer Spirale, die sich von oben nach unten bewegt. Auf verschiedenen Ebenen gebrauchen wir unterschiedliche Formen des Ausdrucks.
Wir hier in diesem Teil der Erde verwenden Deutsch; eine Sprache bei der die Buchstaben vom Alphabet entsprechend ihres Klanges zusammengefügt werden. Durch die vielen verschiedenen Möglichkeiten dieses Zusammenfügens kreieren wir unseren Wortschatz.
Worte sind die Träger der Gedanken, welche wir uns mitteilen wollen. Man kann es auch folgendermaßen ausdrücken: wir gebrauchen unsere Sprache als Fahrzeug, mit dem wir unsere Gedanken befördern, so daß wir andere Menschen direkt erreichen können.
Körpersprache und die Sprache, die durch Klänge entsteht, sprich unsere Sprache, ist das irdischste Niveau der Kommunikation. Beim Sprechen gebrauchen wir unseren Atem, unsere Ausatmung. Damit hauchen wir dem Wort sein Leben ein.
Das Sprechen, wörtlich betrachtet, bringt einen praktischen, deutlichen und klaren Austausch zuwegen. Betrachten wir aber das Sprechen von der ‘Energieladung’ auf dem Wort, also dem eigentlichen geistigen Übertrag unserer Gedanken, dann stellen wir fest, daß es mit Abstand eines der undeutlichsten und subjektivsten, oft mit Assoziationen verfärbten Möglichkeiten des Austausches ist.
Eines der unzähligen Beispiele hierfür ist, daß uns andere fragen, wie es uns geht und wir mit gut antworten, obwohl wir unzufrieden sind. In diesem Fall wird nun ein Gedanke in ein verkehrtes Wort verpackt und das gibt beim Aussprechen einen anderen Klang, eine andere Schwingung, als diejenige, die bei uns für ‘gut’ resoniert.
Es entsteht dadurch ein undeutliches Gefühl, innere Verwirrtheit und folglich hört man nicht mehr genau zu. Wir neigen unbewußt oft zu dieser Art von Kommunikation. Folglich fühlen wir uns durch andere nicht mehr verstanden oder verstehen sie nicht mehr.
Die hebräische Sprache veranschaulicht uns, wie Sprache uns auf einer höhere Ebene austauschen läßt. Im Hebräischen werden den Buchstaben Zahlenwerte zugeschrieben.
‘Mem’ zum Beispiel ist das Wort für Wasser und hat den Zahlenwert 40. Die Zahl 40 bedeutet ‘Leben in Zeit und Raum’. Deutlich wird die Verbindung von Zahlenwert und Wort, wenn man daran denkt, daß wir uns 40 Wochen als Embryo im Mutterleib entwickeln. Die Fastenzeit vor Ostern beträgt 40 Tage, die Zeit von Ostern zu Pfingsten ebenfalls 40 Tage usw. Diese Verbindung gibt uns die Möglichkeit, auf einem höheren Niveau zu kommunizieren.
Die Sprache der Zahlen schafft eine Brücke zu einer höheren Ebene – eine Verbindung mit dem Kosmischen. Wir gebrauchen Zahlen hauptsächlich horizontal, um zu rechnen oder um die Zeit auszudrücken, vertikal gesehen aber haben wir den Bezug zum Wesen der Zahlen verloren.
Nummerologie beschäftigt sich mit dem Wesen der Zahlen. Sie ist eine Sprache um Zeit und Raum auszudrücken; gleichzeitig hilft sie aber, um uns davon wieder zu lösen. Hier folgt eine kurze Beschreibung der Wesen der Zahlen:
0 = Ewigkeit
1 = Männlicher Hauptenergiestrom
2 = Weiblicher Hauptenergiestrom
3 = Das Neuentstandene auf der ersten Ebene, Dreifaltigkeit
4 = Die Erde als unsere Mutter
5 = Wir als der göttliche Mensch
6 = Der Brückenbauer zwischen Himmel und Erde
7 = Das Neuentstandene auf der zweiten Ebene, das Vollkommene, Heilige auf der Erde
8 = Harmonie, Gleichgewicht
9 = Das himmlische Werk auf der Erde
Zahlen schlagen also eine Brücke von der Erde in den Kosmos, in das Gebiet der Zahlen und Symbole. Die Symbole sind eine so umfangreiche Sprache, so daß wir sie nur teilweise in uns aufnehmen können. Ihren vollen, direkten Austausch können wir in seiner Totalität nicht mehr erfassen. Dieser kommt dem am Nächsten, was wir als ‘geometrische Figuren’ bezeichnen.
Wir als Menschen müssen kleinere Stückchen zu uns nehmen, wollen wir den Austausch, die Kommunikation damit noch erfassen können. Symbole sind eine Art Schlüssel zu anderen Dimensionen, ein Schwingungsfeld, das zweifellos mit uns kommuniziert. Und wir wiederum kommunizieren mit diesem Feld, nur sind wir uns dessen meist nicht bewußt.
In der Astrologie benutzen wir hauptsächlich diese Sprache der Symbole. Über die Brücke, die durch die Wesen der Zahlen geschaffen wird können wir uns begegnen und mit dieser anderen Dimension in Verbindung treten. Viele dieser Symbole haben wir in unser Alphabet einfließen lassen, so daß wir die uns noch zugängliche kosmische Sprache in unseren Buchstaben verwenden können.
Der letzte Buchstabe im griechischen Alphabet ist der Buchstabe Omega, den wir in der Astrologie für das Sternzeichen Waage verwenden. Die Waage ist das Kardinalzeichen des mentalen Gebietes, die Pforte zu der unendlichen geistigen Welt. Ihre Aufgabe ist es, auf der Erde Worte zu schöpfen, übereinstimmend mit den entsprechenden Gedanken; im Gleichgewicht, mit Harmonie und Schönheit.
Die Pforte zu der Ewigkeit, die wir uns durch das Erschaffen von Begriffen und Idealbildern offen halten. Dies kennzeichnet die höhere Qualitäten der Waage. In diesem Zeichen von Gleichgewicht und Harmonie findet unsere geistige Einweihung statt.
In unserer menschlichen Entwicklung sollte es ein Ziel sein, in diesem Zustand des Gleichgewichts zu verkehren; und uns dadurch unseres eigenen, innerlichen, unendlichen, göttlichen Kerns bewußt werden.
Der erste Schritt in diese Richtung besteht sicherlich darin, daß das Wort, das wir aussprechen mit den Gedanken übereinstimmt, denen wir das Leben einhauchen wollen.
Eine ausbalancierte und klare Kommunikation; nicht allein horizontal sondern auch vertikal. Ist das nicht, wonach wir so sehr verlangen ?
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Heidrun Astrologie
Du hast das Recht völlig glücklich zu sein. Glücklich sein mußt du dir nicht erst verdienen. Es ist der normale Zustand deines Wesens und es ist dein Geburtsrecht, genauso wie die Entscheidungsfreiheit !
